Kinder, die viel puzzeln, mit Bauklötzen spielen oder sich mit Brettspielen beschäftigen, haben auch beim räumlichen Denken die Nase vorne. Darauf deutet nun eine Studie von Jamie Jirout vom Rhodes College und von Nora Newcombe von der Temple University hin. Die Forscher analysierten die Daten von mehr als 800 Kindern zwischen vier und sieben Jahren, die einen Test zur Raumvorstellung absolviert hatten, bei dem sie verschiedene zweidimensionale Gebilde mit farbigen Würfeln nachbilden mussten. Die Ergebnisse verglichen Jirout und Newcombe anschließend mit den Angaben der Eltern über das Spielverhalten ihrer Sprösslinge.

Dabei stellte sich heraus, dass Kinder, die sich regelmäßig mehr als sechsmal pro Woche mit Puzzles, Bauklötzen oder klassischen Brettspielen beschäftigten, auch in dem Test besser abschnitten. Bei den kleinen Probanden, die nur manchmal (drei- bis fünfmal pro Woche) zu den genannten Spielzeugen griffen, zeigte sich dagegen kein Effekt. Auch bei anderen Freizeitaktivitäten wie Malen, Fahrradfahren oder auch gezieltes Mathe- oder Knobeltraining mit den Eltern ließ sich kein Zusammenhang zum räumlichen Denkvermögen der Kleinen herstellen. Sehr wohl einen Einfluss hatten dagegen allgemeine Intelligenz, sozioökonomischer Status und Geschlecht: So verfügten Jungen grundsätzlich über bessere räumliche Denkfähigkeiten als Mädchen. Ganz unabhängig von ihrer Raumvorstellung begeisterten sie sich zudem auch mehr fürs Puzzeln oder Klötzchenstapeln.