Solarzellen auf Siliziumbasis haben derzeit eine Effizienz im Bereich von 20 bis 25 Prozent. Perowskit-Solarzellen nähern sich dem immer mehr an. Eine Besonderheit ist, dass sich die Zellen direkt drucken lassen könnten – das Material lässt sich aus einer Lösung heraus aufbringen.

Dabei entstehen jedoch überwiegend kleine Kristalle, was die Effizienz der Solarzellen reduziert. Sang Il Seok und Kollegen haben nun die Reihenfolge, in der die Lösungsmittel während des Herstellungsprozesses zugegeben werden, optimiert. Dadurch entstand ein kristalliner Verband, der sich bei einer anschließenden Erhitzung in einen dünnen, einheitlichen Film verwandelt. Die Effizienz der so behandelten Proben lag bei 16 Prozent, schreiben die Forscher vom Korea Research Institute of Chemical Technology in Daejeon.

Die Wissenschaftler verwendeten dazu einen Perowskit aus organischen und anorganischen Bestandteilen. Mit Ausnahme des schädlichen Bleis sind die Bestandteile des für Solarzellen geeigneten Materials günstig und ungiftig. Auch dies ist ein Grund dafür, dass Perowskit derzeit als das Material mit dem größten Potenzial für die Zukunft der Fotovoltaik betrachtet wird.