<i>Atelopus ebenoides marinkellei</i>
© Carlos A. Rocha
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernAtelopus ebenoides marinkellei
In den trockenen Hochlandregionen Ost-Kolumbien sind Forscher um Carlos Rocha von der Pädagogischen und Technischen Universität von Kolumbien in Boyacá auf Harlekinfrösche der Unterart Atelopus ebenoides marinkellei gestoßen. Die nur dort vorkommende Art galt bereits als ausgestorben, letzte Nachweise stammen aus dem Jahr 1995.

Boyacá
© Carlos A. Rocha
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernBoyacá
Die Tiere leben entlang von Wasserläufen in der Vegetation und Bodenstreu in den Bergwäldern und auch oberhalb der Baumgrenzen in den Paramos in bis zu 4700 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Als Hauptursache für den dramatischen Rückgang der Population gilt ein Pilzbefall, der auch andere Atelopus-Arten an den Rand des Aussterbens gebracht hat. Lebensraumzerstörung durch Land- und Weidewirtschaft, Brandrodung und das Versiegen von Quellen verschärfen die Situation.

Weltweit sind inzwischen ein Drittel aller Amphibienarten vom Aussterben bedroht – mehr als Säugetiere (25 Prozent) und Vögel (12,5 Prozent). 34 Arten wurden inzwischen offiziell als ausgestorben erklärt, von weiteren 130 fehlt seit Jahren jede Spur.