Es ist nur eine kleine Population der größten Fische der Welt, doch die Walhaie, die im Meeresschutzgebiet um das Süd-Ari-Atoll der Malediven leben, ziehen das ganze Jahr über Touristen an: 77 000 waren es im vergangenen Jahr.

Was das dem Inselstaat in finanzieller Hinsicht einbringt, haben nun Forscher des Maldives Shark Research Programme ausgerechnet. "Wir haben konkret gezählt, wie viele Boote im Wasser auf der Suche nach den Walhaien waren", erklärt Neal Collins, einer der Studienautoren. Demnach bringt der Tourismus im Schutzgebiet alles in allem umgerechnet etwa 7 Millionen Euro ein. Das ist ungefähr die Hälfte der Walhai-Einnahmen der Gesamtmalediven.

Walhai vor Süd-Ari
© James Hancock
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Die Haiforscher nehmen an, dass sich die Tiere im warmen Wasser des Atolls aufwärmen, nachdem sie in großen Meerestiefen nach Nahrung gesucht haben. Den langsamen Tieren können sich auch Schnorchler nähern.

Studien wie die von Collins und Kollegen beziffern den Wert von Tieren oder Ökosystemen, um ein Verständnis dafür zu schaffen, wie wichtig der Schutz der meist bedrohten Tiere ist – und wie empfindlich ihr Verschwinden die lokale Wirtschaft treffen könnte. Gerade für das Meeresschutzgebiet um das Süd-Ari-Atoll wäre es wichtig, Verhaltensregeln und einen Management-Plan zu erlassen, der sicherstellt, dass die Tiere nicht durch den Besucheransturm vertrieben werden.