Eigentlich ist es im Weltraum mangels Atmosphäre extrem still. Doch mit elektronischer Verstärkung machten nun Wissenschaftler um Martin Knapmeyer vom DLR die Landung der Sonde Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko hörbar: Empfindliche Aufzeichengeräte in den Füßen der Sonde zeichneten einen kurzen, scharfen Ton mit zwei Sekunden Länge auf – die Vibrationen, als Philae auf ihrem Ziel erstmals aufsetzte – insgesamt landete sie gleich drei Mal auf 67P, da sie sich nicht sofort verankern konnte, wie ursprünglich geplant.

Die Aufzeichnung ist allerdings nicht nur eine nette Spielerei, sondern übermittelt auch Informationen über den Untergrund des Kometen, wie Klaus Seidensticker vom DLR erklärt: "Sie zeigen, dass Philae zuerst auf eine weiche Oberfläche traf – wahrscheinlich eine Staublage , die mehrere Zentimeter mächtig war, bevor sie wenige Millisekunden später eine harte Schicht erreichte. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um eine festgebackene Eis-Staub-Schicht." Zudem legen die Daten des SESAME-DIM genannten Instruments nahe, dass der Komet im Bereich des finalen Landeplatzes momentan kaum aktiv ist. Unterhalb der Sonde befinden sich demnach zudem große Wassereismengen. Zusammen mit anderen Analysen sollen dadurch die mechanischen Eigenschaften von 67P entschlüsselt werden; vorläufige Auswertungen deuten an, dass der Komet stark strukturiert ist und sich harte und weiche Passagen vielfältig abwechseln.