Update, 26. Februar 2016: Es wurden weitere Beobachtungsdaten des Asteroiden 2013 TX68 in astronomischen Archiven gefunden, die es erlauben, die Bahn des nur 30 Meter großen Himmelskörpers genauer zu berechnen. Die Daten fanden sich im Archiv der PanSTARRS-Himmelsdurchmusterung. Sie ergeben, dass 2013 TX68 nicht am 5. März 2016, sondern erst am 8. März die Erde passieren wird. Die wahrscheinlichste Vorbeiflugdistanz wird rund fünf Millionen Kilometer betragen, das entspricht dem 13-fachen Abstand Erde – Mond. Dann würde er eine maximale Helligkeit von nur 20 mag erreichen, wäre also nur in großen Amateurfernrohren fotografisch nachweisbar. Es besteht aber eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Asteroid bis auf 24 000 Kilometer an die Erdoberfläche herankommen kann. Ein Einschlag auf unserem Planeten ist definitiv ausgeschlossen, und auch in den nächsten 100 Jahren wird 2013 TX68 keine Gefahr für die Erde darstellen.

Anfang kommenden Monats könnte ein rund 30 Meter großer Himmelskörper für Schlagzeilen sorgen: Am 5. März 2016 nähert sich der Asteroid 2013 TX68 der Erde, dabei liegen die vorhergesagten Minimalabstände zwischen 17 000 und 14 Millionen Kilometern. Ersterer wäre uns beträchtlich näher als der Gürtel der geostationären Satelliten in 36 000 Kilometer Abstand, im letzteren Fall entspräche der Abstand rund der 36-fachen Distanz Erde – Mond. Diese extrem unterschiedlichen Werte gehen auf große Unsicherheiten bei der Bahnbestimmung des Asteroiden zurück, der nach seiner Entdeckung nur für eine kurze Zeit verfolgt werden konnte. Wissenschafler vom Center for Near Earth Object Studies (CNEOS) der NASA am kalifornischen Jet Propulsion Laboratory können aber anhand der vorhandenen Daten eine Kollision am 5. März definitiv ausschließen. Für den nächsten Vorbeiflug am 28. September 2017 errechnen die Forscher eine minimale Einschlagwahrscheinlichkeit von weniger als 1:250 Millionen. Sie sind sich jedoch sicher, dass weitere Präzisierungen der Bahn auch diese Wahrscheinlichkeit auf null senken.

Die Bahn von Asteroid 2013 TX68
© NASA / JPL / Small-Body Database Browser
(Ausschnitt)
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Der nur etwa 30 Meter große erdnahe Asteroid 2013 TX68 umläuft die Sonne auf einer elliptischen Bahn einmal in 2,14 Jahren. Am 5. März 2016 nähert er sich relativ dicht der Erde an, eine Kollision ist aber ausgeschlossen.

Der Asteroid 2013 TX68 wurde am 6. Oktober 2013 mit der automatischen Himmelsüberwachung des Catalina Sky Surveys bei seiner letzten dichteren Annäherung an die Erde entdeckt. Seinerzeit passierte er unseren Planeten in rund zwei Millionen Kilometer Entfernung. Damals konnte der Himmelskörper wegen seiner sehr geringen Leuchtkraft lediglich für drei Tage am Himmel verfolgt werden, so dass seine Bahn nur ungenau bekannt ist. Nach den bisherigen Erkenntnisse umrundet 2013 TX68 die Sonne auf einer stark elliptischen Bahn (e = 0,55) in einem mittleren Abstand von 1,66 Astronomischen Einheiten, also dem 1,66-fachen Abstand Erde – Sonne. Er benötigt dafür 2,14 Jahre. Seine Neigung ist mit 1,08 Grad gegenüber der Ebene der Erdbahn sehr gering. Aus der schwachen Leuchtkraft leiten die Forscher einen Durchmesser von rund 30 Metern ab.

Asteroid 2013 TX68 nähert sich der Erde am 5. März 2016 (Grafik)
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Am 5. März 2016 kann sich der 30 Meter große Himmelskörper 2013 TX68 bis auf 17 000 Kilometer nähern, die Vorbeiflugdistanz könnte auch 14 Millionen Kilometer oder rund den 36-fachen Abstand Erde – Mond betragen. Ein Kollision mit der Erde ist aber ausgeschlossen.

Würde 2013 TX68 tatsächlich irgendwann einmal auf der Erde einschlagen oder in der Luft explodieren, so würde die dabei freigesetzte Energie etwa dem zweifachen Wert des Boliden von Tscheljabinsk entsprechen, der am 15. Februar 2013 über Russland für ein spektakuläres Feuerwerk sorgte. Durch die Druckwelle wurden Tausende von Fenstern zerstört, so dass rund 1500 Menschen durch umherfliegende Glassplitter verletzt wurden. Der damals eingetretene Himmelskörper hatte einen Durchmesser von 18 bis 20 Metern. 2013 TX68 könnte im Falle eines Falles also beträchtlichen Sachschaden anrichten, ein Einschlag ist jedoch sehr unwahrscheinlich.