Eine Untersuchung von Forschern der Carnegie Mellon University in Pittsburgh weist darauf hin, dass die meisten Menschen ein relativ gutes Bauchgefühl haben, wenn es um ihre Gesundheit geht. Die Wissenschaftler baten gesunde 360 Probanden zwischen 18 und 55 Jahren, ihren allgemeinen Gesundheitszustand einzuschätzen. Anschließend brachten sie die Versuchsteilnehmer mit einem Erkältungsvirus in Kontakt und beobachteten, wer in den darauf folgenden fünf Tagen tatsächlich erkrankte.

Insgesamt traf dies auf etwa ein Drittel der Probanden zu. Dabei entdeckten die Wissenschaftler, dass Personen, die ihre Gesundheit als "hervorragend" einschätzten, tatsächlich deutlich weniger anfällig für eine Erkältung waren als die übrigen Teilnehmer: Wer seinen Zustand nur als "gut" oder "mäßig gut" betrachtete, bekam mehr als doppelt so häufig einen Schnupfen, nachdem er Bekanntschaft mit dem Virus gemacht hatte. Sozioökonomische Faktoren wie Bildungsgrad, Einkommen oder Body-Mass-Index der Probanden hatten nach Aussagen der Forscher dabei keinen Einfluss auf das Ergebnis. Zwar pflegten Personen, die ihre Gesundheit für hervorragend hielten, auch häufiger einen sehr gesunden Lebensstil, hatten weniger Stress und waren insgesamt zufriedener mit ihrem Leben, doch das konnte den Zusammenhang zwischen Selbstauskunft und Erkältungsanfälligkeit nur zum Teil erklären.