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Hygiene: Zahnbürsten sind Bakterienmagneten

Wer sich mit vielen anderen Menschen ein Badezimmer teilt, muss sich um seine Zahnhygiene sorgen. Hier bleiben besonders oft Keime von anderen an der eigenen Zahnbürste hängen.
Zahnbürsten

Dass an Zahnbürsten Keime besonders gern sammeln, ist kein Geheimnis. Daher sollte man es aus hygienischen Gründen auch vermeiden, sich mit anderen Menschen eine zu teilen. Problematisch könnte es aber auch schon werden, wenn die eigene Zahnbürste in einem Badezimmer steht, das von vielen Personen gemeinsam genutzt wird – wie etwa in einem Studentenwohnheim. Das berichteten Forschende von der Quinnipiac University in Connecticut auf der Jahrestagung der American Society for Microbiology.

Die Wissenschaftler sammelten die Zahnbürsten von Probanden ein, die sich im Durchschnitt mit acht anderen Personen einen Waschraum teilten. Mehr als die Hälfte der Zahnbürsten war außer mit unbedenklichen Keimen aus dem Mundraum auch mit Fäkalbakterien besiedelt – die allerdings mit einer Chance von 80 Prozent nicht einmal von dem Versuchsteilnehmer selbst stammten, sondern von einer anderen Personen, die ebenfalls das gleiche Badezimmer benutzte. Das Ergebnis war unabhängig davon, ob die Teilnehmer ihre Zahnbürste regelmäßig mit heißem oder kaltem Wasser oder gar mit Mundwasser säuberten. Auch die Art und Weise der Aufbewahrung änderte wenig am unhygienischen Zustand. Im Gegenteil: Wer seine Zahnbürste in einer Schutzhülle oder –kappe aufbewahrte, hatte sogar noch schlechtere Karten, da der Bürstenkopf zwischen den Anwendungen nicht mehr richtig trocknete und die feuchten Bedingungen so einen noch besseren Nährboden für Bakterien bildeten.

Die Experten empfehlen daher, in solchen Wohnsituationen besonders auf die Hygiene zu achten. Ansonsten verweisen sie auch auf die Empfehlungen der American Dental Association. Diese rät unter anderem dazu, die Zahnbürste nicht in geschlossenen Behältern aufzubewahren und spätestens alle drei bis vier Monate zu ersetzen.

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