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Zwei Schwergewichte des Asteroidengürtels

Neue Bilder des Weltraumteleskops Hubble enthüllen Krater und weitere interessante Details auf den beiden größten bekannten Körpern des Asteroidengürtels, Ceres und Vesta. Sie sind Ziele der kommenden NASA-Mission DAWN.
Die erste der ungleichen Schwestern ist Ceres. Mit einem Durchmesser von 950 Kilometern ist sie rund wie ein Planet. Der riesige Felsbrocken ist etwa so groß wie Deutschland. Er vereinigt in sich rund 35 Prozent der gesamten Masse des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter.

Ceres' Entdecker Giuseppe Piazzi klassifizierte den Himmelskörper im Jahre 1801 als Planeten. Als im Abstand von wenigen Jahren weitere Mitglieder des Asteroidengürtels entdeckt wurden, degradierte man Ceres in der Folge zu einem Planetoiden. Nach der offiziellen Definition der Internationalen Astronomischen Union (IAU) für Planeten vom August 2006 ist Ceres neuerdings ein Zwergplanet.
Der Zwergplanet Ceres | Dank der neuen Definition der Internationalen Astronomischen Union (IAU) darf sich der ehemalige Asteroid Ceres nun Zwergplanet nennen.

Vesta, die zweite im Bunde, ist unregelmäßig geformt und mit einer Länge von 530 Kilometern deutlich kleiner als Ceres. Für den 7. Juli 2007 plant die amerikanische Weltraumbehörde NASA den Start der Mission DAWN, eine vier Jahre dauernde Reise zum Asteroidengürtel. Die Sonde soll im Jahr 2011 für einige Monate in eine Umlaufbahn um Vesta einschwenken. 2015 wird sie dann Ceres genauer unter die Lupe nehmen.
Die vielen Gesichter von Vesta | Um den bevorstehenden Flug der Raumsonde DAWN vorzubereiten, lichtete das Weltraumteleskop Hubble den Planetoiden Vesta von allen Seiten ab.

Für die neuen Bilder nutzten die Forscherteams um Lucy McFadden und Jeffrey Parker die Wide Field Planetary Camera 2 des Weltraumteleskops Hubble. Die Aufnahmen dienen der weiteren Planung der Mission DAWN sowie als Grundlage für die detaillierte Erkundung der beiden Kleinkörper.

Die Oberfläche von Vesta weist helle und dunkle Gebiete auf. Die Forscher gehen davon aus, dass sich hierin Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung wiederspiegeln. DAWN soll unter anderem klären, ob sie durch Vulkanismus entstanden.

Bei Ceres gehen die Helligkeitsunterschiede vermutlich auf topografische Eigenschaften der Oberfläche des Zwergplaneten zurück. Seine runde Form lässt vermuten, dass sein Inneres geschichtet ist – ähnlich wie bei der Erde. Ceres besteht demnach aus einem felsigen Kern, der von einem Mantel aus Eis und Geröll umgeben ist. An der Oberfläche befindet sich ein Überzug aus einer dünnen Schicht aus Staub. Möglicherweise stößt DAWN bei der Kartierung der Oberfläche von Ceres auch auf Anzeichen für Wassereis.

AK

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