Auf welchen Wissenschaftler geht die Beschreibung des menschlichen Zwischenkieferknochens zurück?

a) Jean-Baptiste Lamarck
b) Leonardo da Vinci
c) Johann Wolfgang von Goethe
d) Georges Cuvier

Antwort:

Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich mit vielen Dingen - auch mit dem Zwischenkieferknochen.

Erklärung:

Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie!
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn

…heißt es im Faust. Doch dessen Schöpfer hat es in dieser Hinsicht noch viel bunter getrieben: Neben der Dichtkunst befasste sich Goethe mit Botanik, Morphologie, Alchemie, Mineralogie und Physik. Bei anatomischen Studien entdeckte er 1784 den Zwischenkieferknochen des Menschen (lateinisch: Os incisivum).

Dieser Knochen war ein bedeutendes Indiz dafür, dass Mensch und Tier näher verwandt sind, als man zu jener Zeit angenommen hatte. Denn dieser die oberen Schneidezähne tragende Knochen galt als Merkmal, das bei Affen, nicht aber beim Menschen anzutreffen ist. Goethe hinterfragte diesen Grundsatz und stellte fest, dass diese knöcherne Struktur sehr wohl auch im menschlichen Schädel existiert. Damit legte er einen Grundstein für die im 19. Jahrhundert aufkommenden entwicklungsgeschichtlichen Betrachtungen in der Biologie.

Auf welchen Wissenschaftler geht die Beschreibung des menschlichen Zwischenkieferknochens zurück?