Aus wie vielen Häkelmaschen besteht diese Lorenz-Mannigfaltigkeit?

Häkelmodell
© Hinke Osinga, University of Bristol
(Ausschnitt)
a) 378
b) 1398
c) 25 511
d) 368 924
e) 5 748 989

Antwort:

Das Häkelwerk von Hinke Osinga besteht aus 25 511 Häkelmaschen.

Erklärung:

Die Häkelanleitung entdeckte die Mathematikerin rein zufällig. Zusammen mit Bernd Krauskopf – wie sie an der Universität Bristol tätig – entwickelte sie Simulationen der Lorenz-Gleichungen, mit denen sich chaotische Systeme beschreiben lassen. Die einzelnen Maschen der nachgefertigten Mannigfaltigkeit repräsentieren dabei eine ganz bestimmte Gruppe von Punkten, die Osinga anschaulich mit Blättern in einem turbulenten Bach beschreibt: Jene, die sich irgendwie rechts oder links herum um einen Stein bewegen und schließlich an ihm hängenbleiben, müssen einen ganz bestimmten Weg genommen haben – und das Häkelmodell gibt genau jene Blätter wieder.

Als nun die Wissenschaftler monatelang die Simulationen auf dem Bildschirm verfolgt hatten, fiel Osinga auf, dass sie eine wahre Häkelanleitung vor sich hatte. Also zückte sie die Nadel und werkelte 85 Stunden – dann war die Weihnachtsdekoration fertig. Eine praktische noch dazu: Stellt sie doch viel anschaulicher das 3-D-Gebilde der Mannigfaltigkeit dar.
Mannigfaltiges Maschenwerk
© Greg Jones
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernHäkelwerk
Zum Nachhäkeln gibt es die Häkelanleitung im Netz.