Das Element "Einsteinium" wurde erstmals nachgewiesen bei

a) der Herstellung von Mendelevium
b) einer Laborexplosion
c) dem ersten Wasserstoffbombentest
d) einem Härtetest für Hitzeschilde
e) einem Neutronenbeschuss von Plutonium

Antwort:

Einsteinium, das Element mit der Ordnungszahl 99, wurde erstmals 1952 in den Rückständen der "Ivy Mike" nachgewiesen, dem ersten Wasserstoffbombentest im Pazifik.

Erklärung:

Als die erste Wasserstoffbombe im November 1952 mit ihren 10,4 Megatonnen Sprengkraft auf dem Ewinetok-Atoll im Pazifischen Ozean detonierte, dachte wohl kaum jemand an neue Elemente. Viel zu groß war die Überraschung über die heftige Explosion, die einen 1,5 Kilometer großen Krater in die Insel riss und einen Feuerball mit pulverisiertem Korallenstaub bis in 13 Kilometer Höhe aufsteigen ließ.

Als dann aber Wissenschaftler um Albert Ghiorso von der Universität von Kalifornien in Berkeley die Rückstände untersuchten, die Flugzeuge in der entstandenen Wolke gesammelt hatten, stießen sie gleich auf zwei Neuschöpfungen: Einsteinium und Fermium, das die Ordnungszahl 100 erhielt. Die Ergebnisse wurden jedoch auf Grund des Kalten Krieges erst 1954 publiziert.

Doch warum wurde das Element ausgerechnet nach Albert Einstein benannt, der sich doch 1950 in einer berühmten Fernsehansprache strikt gegen die Wasserstoffbombe ausgesprochen und vor den Gefahren der Aufrüstung gewarnt hatte? Eine wahrlich sehr obskure Form von Ehrung für einen Abrüstungsverfechter, der "die Vorstellung, Sicherheit durch Rüstung zu erlangen", als "verhängnisvolle Illusion" geißelte. Da die Namensgebung aber erst Mitte 1955 – also nach dem Tod des Physikers – erfolgte, konnte er sich auch nicht mehr wehren.

Erst 1961 gelang es, eine makroskopische Menge des Einsteinium-Isotops 253 zu isolieren: immerhin 0,01 Milligramm. Das Material wurde benutzt, um Mendelevium zu produzieren.

Heutzutage wird Einsteinium heute auch durch den Beschuss von Plutonium mit hochenergetischen Neutronen hergestellt.

Weitere Informationen zum Element Einsteinium aus dem Lexikon der Chemie von Spektrum Akademischer Verlag

Das Element "Einsteinium" wurde erstmals nachgewiesen bei