Die Ausstellung "Menschen, Zeiten, Räume" lockt in den Martin-Gropius-Bau nach Berlin. Von Martin Gropius stammt auch:

a) Der Berliner Reichstag
b) Das Leipziger Gewandhaus
c) Das Bauhaus in Dessau
d) Die Gropiusstadt

Antwort:

Das zweite Gewandhaus in Leipzig wurde 1882 bis 1884 nach Entwürfen der Architekten Martin Gropius (1824-1880) und Heino Schmieden (1835-1930) errichtet.

Erklärung:

Der Berliner Architekt Martin Carl Philipp Gropius erlernte sein Handwerk an der Berliner Bauakademie und konstruierte zusammen mit seinem Kompagnon Heino Schmieden zahlreiche öffentliche Gebäude in Berlin. 1877 begann der Bau des Kunstgewerbemuseums in Kreuzberg, der 1881 vollendet wurde. Das heute unter dem Namen Martin-Gropius-Bau bekannte neoklassizistische Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, 1978 wieder aufgebaut und in den Jahren 1999 und 2000 vollständig renoviert. Seitdem beherbergt es Groß-Ausstellungen wie "Menschen, Zeiten, Räume – Archäologie in Deutschland".

Kurz vor seinem Tod legte Martin Gropius den neoklassizistischen Entwurf für das zweite Gewandhaus in Leipzig vor. Vier Jahre später, am 11. Dezember 1884, konnte das neue Konzerthaus des Leipziger Gewandhaus-Orchesters mit der Siebten Sinfonie von Bruckner eröffnet werden. Am 20. Februar 1944 wurde es bei einem Bombenangriff getroffen und fast vollständig zerstört. Sein Nachfolgerbau, das dritte Gewandhaus, konnte erst am 8. Oktober 1981 eröffnet werden.

Das Berliner Reichstagsgebäude stammt von dem Architekten Paul Wallot (1841-1912), der seine Lehrzeit im Büro von Martin Gropius verbracht hatte.

Berühmter als sein Großonkel Martin wurde der Architekt Walter Gropius (1883-1969), der sich insbesondere 1919 durch seine Gründung der Hochschule für Gestaltung – auch "Bauhaus" genannt – einen Namen machte. 1926 musste das "Bauhaus" von Weimar nach Dessau ausweichen und bezog hier neue, nach Entwürfen von Walter Gropius errichtete Gebäude. Nach städtebaulichen Konzeptionen von Walter Gropius entstand zwischen 1963 und 1973 in Berlin-Neukölln eine riesige Trabantensiedlung: die Gropiusstadt.

Übrigens: Die Austellung "Menschen, Zeiten, Räume – Archäologie in Deutschland" ist noch bis zum 31. März 2003 im Berliner Martin-Gropius-Bau zu bewundern. Anschließend, vom 9. Mai bis 24. August 2003, residiert sie in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Die Ausstellung "Menschen, Zeiten, Räume" lockt in den Martin-Gropius-Bau nach Berlin. Von Martin Gropius stammt auch: