Die Gezeiten haben nicht nur Einfluss auf die Meeresspiegel, sondern heben und senken auch die Kontinente - und zwar bei Springflut um:

a) 5 Millimeter
b) 50 Millimeter
c) 50 Zentimeter
d) 5 Meter

Antwort:

ungefähr 50 Zentimeter

Alle zwei Wochen - bei Neumond und Vollmond - steht die Erde in einer Linie mit Sonne und Mond: Deren Anziehungskräfte verstärken sich und lassen die Meeresspiegel besonders stark ansteigen. In Flussmündungen kann sich der Meeresspiegel bei Springflut um bis zu zwölf Meter heben. Auf hoher See, wo die Flutberge kaum auf Hindernisse, wie Inseln oder Küsten treffen, beträgt der Unterschied zwischen Ebbe und Flut indes nur einige Dezimeter.

Doch die Gezeiten wirken auch auf die feste Lithosphäre (lithos, griech.: Stein), deren Kontinentalplatten auf den zähflüssigen Bereichen des Erdmantels - der Asthenosphäre (asthenos, griech.: weich) - gleiten. Bei einer Springflut heben Mond und Sonne die Lithosphäre um bis zu 50 Zentimeter an. Der Mond alleine schafft etwa 35 Zentimeter.

Aufgrund der Gezeitenreibung kühlt sich das Erdinnere langsamer ab, als es beispielsweise bei der ähnlich großen Venus der Fall ist. Da sich die Erdkruste über sehr große Bereiche hebt, sind die dabei auftretenden Spannungen sehr gering. Erdbeben dürften auf diese Weise also wohl nicht entstehen.