Die Mandeln aus Knecht Rupprechts Rucksack sind botanisch gesehen

a) Nüsse
b) Steinfrüchte
c) Beeren
d) Schoten

Antwort:

Mandeln (Prunus dulcis) bilden Steinfrüchte, denn der genießbare Samenkern ist von einer hellbraunen Samenhaut und einer grünen, fleischigen Hülle umschlossen, die aus einer äußeren Schicht der Fruchtwand entsteht (weitere Beispiele: Pfirsich, Walnuss).

Der Mandelbaum, der ebenso wie Pfirsich oder Pflaume zu den Rosengewächsen gehört, stammt ursprünglich aus Vorder- und Zentralasien. Mittlerweile ist er im ganzen Mittelmeerraum, also Südeuropa und Nordafrika, eine weit verbreitete Kulturpflanze. Selbst in klimatisch günstigen Lagen Mitteleuropas wachsen Mandelbäume, Früchte sind allerdings selten - Spätfröste zur Zeit der frühen Blüte machen hier oft einen Strich durch die Rechnung.

Erklärung:

Bei einer Nuss ist die gesamte Fruchtwand trocken, während sie bei einer Beere insgesamt saftig oder fleischig ist (Beispiel: Weinrebe, Gurke, Kürbis). Erdbeeren bilden hingegen eine Sammelnussfrucht, bei denen der Blütenboden den fleischigen Anteil bildet, der botanisch gesehen nicht zur Frucht selbst gehört. Die kleinen Kerne an diesem Blütenboden, welche die Samen enthalten, sind Nüsse.

Eine Schote ist eine Streufrucht, im Gegensatz zu den anderen drei Fruchtformen, die als Schließfrüchte zusammengefasst werden. Sie besteht aus einer langen, von Fruchtblättern gebildeten Kapsel, die manchmal durch Scheidewände noch weiter gegliedert ist. Fallen die Fruchtblätter bei der Reife ab, bleiben die Samen an einem Rahmen, dem Replum, stehen.