Die Osterregel stammt von

a) Niels Hendrik Abel
b) Jean Bernard Foucault
c) Carl Friedrich Gauß
d) Isaac Newton
e) Blaise Pascal

Antwort:

Nach der Gauß'schen Osterregel lässt sich berechnen, auf welches Datum eines beliebigen Jahres Ostersonntag fällt.

Erklärung:

Das Konzil von Nicäa legte im Jahr 325 fest, dass Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert wird. Damit hängt die Lage des Osterfestes von der komplizierten Umlaufbahn des Mondes ab, dessen Berechnung etwas knifflig ist.

Damit beschäftigte sich Carl Friedrich Gauß (1777-1855), der nicht nur ein begnadeter Mathematiker war, sondern auch als Physiker, Vermessungskundler und Astronom wirkte. Im Jahr 1800 veröffentlichte er in der Monatlichen Correspondenz zur Beförderung der Erd- und Himmels-Kunde einen kleinen Aufsatz mit dem Titel "Berechnung des Osterfestes".
Carl Friedrich Gauß
© public domain
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernGauss
Nach der Gauß'schen Osterregel fällt Ostersonntag (O) im Monat März auf:

O = 22 + d + e

und im April auf:

O = d + e - 9

Hierzu müssen zunächst aus der Jahreszahl (J) bestimmte Hilfszahlen berechnet werden, die sich ergeben aus:

a = (J)19

b = (J)4

c = (J)7

Hierbei bedeutet das Symbol (X)y den ganzzahligen Rest der Division X/y.

Entsprechend gilt für die Variablen d und e:

d = (19a + M)30

e = (2b + 4c + 6d + N)7

Die Werte N und M verändern sich mit den Jahrhunderten:

1700-1799: N = 2; M = 22

1800-1899: N = 3; M = 23

1900-1999: N = 4; M = 23

2000-2099: N = 5; M = 24


Für das Jahr 2005 gilt also:

a = (2005)19 = 10

b = (2005)4 = 1

c = (2005)7 = 3

d = (19*10 + 24)30 = (214)30 = 4

e = (2*1 + 4*3 + 6*4 + 5)7 = (43)7 = 1

O = 22 + 4 + 1 = 27

Ostersonntag ist demnach der 27. März 2005.


Und für das Jahr 2006:

a = (2006)19 = 11

b = (2006)4 = 2

c = (2006)7 = 4

d = (19*11 + 24)30 = (233)30 = 23

e = (2*2 + 4*4 + 6*23 + 5)7 = (163)7 = 2

O = 23 + 2 - 9 = 16

Demnach fällt im Jahr 2006 Ostersonntag auf den 16. April.

Die Osterregel stammt von