Was verstehen die Astronomen unter Libration?

a) Ein Sternbild des südlichen Himmels
b) Bestimmte Bewegungen des Mondes
c) Optische Justage von Spiegelteleskopen
d) Fast Materie-freie Lücken im System der Saturn-Ringe

Antwort:

Die Libration (libra, lat.: Waage) beschreibt die wirkliche und scheinbare Unregelmäßigkeit in der Bewegung des Mondes.

Sie führt dazu, daß trotz der gebundenen Rotation des Mondes im Laufe der Zeit etwas mehr als die Hälfte der Oberfläche sichtbar ist.

Zu den geometrischen Librationen zählt die Libration in Länge, die auf Unterschieden in der Bahngeschwindigkeit des Mondes beruht.

Die Libration in Breite beruht hingegen auf der Neigung des Mondäquators in bezug auf seine Bahn um die Erde.

Die tägliche Libration erfolgt aufgrund der täglichen Rotation der Erde und der damit wechselnden Position des Beobachters.

Die physikalische Libration beruht auf den Kräften, welche die Erde auf den Äquatorwulst des Mondes ausübt; sie führt ebenfalls zu Schwankungen in der Mondbahn.

Quelle: Lexikon der Physik, Spektrum Akademischer Verlag, 2000.

Eine sehr schöne Darstellung der Libration findet sich auch auf den Seiten des Königin-Katharina-Stift-Gymnasiums in Stuttgart.

Was verstehen die Astronomen unter Libration?