Der schiefe Turm von Pisa ist vorerst gerettet. Wie weit neigt sich das 58 Meter hohe Wahrzeichen jetzt noch nach Süden?

a) 41 Millimeter
b) 41 Zentimeter
c) 4,1 Meter

Antwort:

Der schiefe Turm von Pisa neigt sich nun kaum 4,1 Meter nach Süden

Nach elf Jahren ist der schiefe Turm von Pisa so weit aufgerichtet, dass er für die nächsten 300 Jahre keine Gefahr darstellt. Zunächst versuchten es die Experten mit einer eher drastischen Methode, indem sie am Fuß des Campanile ein Gegengewicht von 1000 Tonnen Blei installierten. Tatsächlich konnten sie der weiteren Neigung damit zeitweise Einhalt gebieten. Doch 1995 kam es beinahe zur Katastrophe: In einer Nacht neigte sich der Turm um einen Millimeter - soviel, wie sonst in einem Jahr. Das Bauwerk wurde sofort mit dicken Stahltrossen gesichert - woraufhin ganz Italien über die "Hosenträger" ihres Wahrzeichens spottete.

Doch die Experten ließen sich nicht beirren und trugen mit aller Vorsicht unter der Nordseite des Turms Erdreich ab. Flüssiger Stickstoff gab dem schlammigen Sediment Halt. So gelang es den Ingenieuren schließlich, die Neigung des 58 Meter hohen Turms um 44 Zentimeter zu verringern. Jetzt neigt er sich kaum noch 4,1 Meter nach Süden. Den Touristen wird der Unterschied nicht auffallen, mit bloßem Auge ist er nicht zu erkennen.

Schief war la torre pendente übrigens von Anfang an, denn der empfindliche Untergrund gab schon während des Baus nach. Die Baumeister ließen sich davon nicht beeindrucken und bauten den Campanile einfach senkrecht weiter. Seitdem ist er auch in sich selbst krumm.