Wann fand Mühle die ersten Spieler?

a) Steinzeit
b) Bronzezeit
c) Altes Rom
d) Mittelalter
e) Französische Revolution

Antwort:

Die ältesten Hinweise auf das Brettspiel Mühle sind etwa 4000 Jahre alt und stammen damit aus der Bronzezeit.

Erklärung:

Mühle gehört zu den ältesten Spielen der Menschheit. Erste Spielfelder fanden sich unter anderem auf einem bronzezeitlichen Begräbnisplatz im irischen Wicklow, die von etwa 2000 vor Christus stammen. Etwa 700 Jahre später verewigte offenbar ein Arbeiter das Grundmuster in den Ziegeln eines Tempels von Sethos I. bei Theben – zusammen mit sechs anderen Brettspielen. Funde aus Griechenland, Kreta und dem Römischen Reich zeigen, dass das Spiel schon lange vor Christi Geburt weit verbreitet und beliebt war. Die Trojaner stellten sich ebenfalls Zwickmühlen, doch sind die Spuren hier nicht genau datiert. Selbst in die Literatur hielt das Strategiespiel frühen Einzug: Ovid (43 v. Chr. bis 18 n. Chr.) verewigte das Steineschieben in seiner erotischen Dichtung "Ars Amatoria".

Auch die Chinesen kannten eine einfachere Version von Mühle, das so genannte Yih, schon 500 vor Christus, und in Sri Lanka fand man Überreste des Spiels in den Ruinen einer antiken Stadt aus dem Anfang des ersten Jahrhunderts. Selbst die Neue Welt kannte das Spiel womöglich schon seit den Wikingern, spätestens aber seit den spanischen Eroberern. Im Norden Europas war das Spiel gar so beliebt, dass geschnitzte oder geritzte Spielbretter als Grabbeigaben dienten.

Der Begriff "Mühle" findet sich dabei in vielen Sprachen, so heißt es in England "Millwheel" und in Italien "Mulino". Manchmal verweist die Bezeichnung aber auch auf die Zahl der Steine, wie bei "Neunemal" im Deutschen oder "Nine Men's Morris" im Englischen. Oder aber das Spielziel gibt den Ausschlag wie in Spanien: Hier nennt sich das Brettspiel "Tres en raya", drei in einer Reihe.

Wann fand Mühle die ersten Spieler?