Wann wurde der Zucker in der Runkelrübe entdeckt?

a) 4. Jhdt.
b) 1493
c) 1747
d) 1834

Antwort:

Der Chemiker und Apotheker Andreas Sigismund Marggraf entdeckte den süßen Stoff 1747 in der Runkelrübe (weißer Mangold), Zuckerwurzel und roten Rübe. Er wieß außerdem nach, dass Rübenzucker und Rohrzucker identisch ist: das Saccharose-Molekül C12H22O11.

Erklärung:

Das älteste Süßungsmittel für Speisen und Getränke ist Honig. Zucker wurde offenbar erst seit dem 4. Jahrhundert in Indien aus Zuckerrohr gewonnen. Über Persien gelangten die süßen Krümel schließlich zu den Arabern nach Palästina.

Christoph Kolumbus brachte das Zuckerrohr 1493 in die Neue Welt, wo sich in Mittelamerika und der Karibik schnell riesige Plantagen entwickelten, die den explodierenden europäischen Markt versorgten.

Die Entdeckung des Rübenzuckers veranlasste Franz Carl Achard, 1748 mit der Zucht von Zuckerrüben zu beginnen. Während die Runkelrübe damals etwa fünf Prozent Saccharose enthielt, weisen heutige Züchtungen bis zu 20 Prozent Zucker auf. Zuckerrohr enthält etwa 8 bis 17 Prozent Zucker.

1834 schließlich klärte Justus von Liebig die chemische Summenformel des Saccharose-Moleküls (C12H22O11) auf.