Was bewirkt der Magnus-Effekt?

Christoph Marty
a) Anstieg der Raubtierpopulation
b) Freak Waves
c) Bananenflanke
d) Preisanstieg nach der Euro-Einführung

Antwort:

Beim Fußball mit viel Effet in den Rücken der Abwehr gezirkelt, macht der Magnus-Effekt sie erst richtig gefährlich - die Bananenflanke.

Erklärung:

Als stürmischer Außenverteidiger versetzte einst Manni Kaltz vom HSV die gegnerische Abwehr bei seinen Vorstößen in höchste Alarmbereitschaft. Seine Flanken schlug der trickreiche Ballkünstler unter Ausnutzung des Magnus-Effektes so geschickt, dass sie in Form einer Kurve gezirkelt in den Strafraum segelten. Dort lauerte meist sein kongenialer Partner Horst Hrubesch, der deshalb schon bald den Spitznamen "Kopfballungeheuer" verpasst bekam, während Kaltz selbst als "Erfinder" der Bananenflanke in die Fußballgeschichte einging.

Doch was macht die Bananenflanke krumm und damit so gefährlich? Zunächst einmal braucht der Schütze eine ziemlich stramme Klebe: Etwa einhundert Stundenkilometer schnell muss der Ball durch die Luft wirbeln, um die kurvenförmige Flugbahn zu erreichen. Gewalt allein reicht allerdings nicht, weil der Ball zugleich mit viel Effet in die Luft gehoben werden muss – etwa per Außenrist oder Innenspannstoß.

Segelt ein derart angeschnittener Ball in den Strafraum, beginnt er gegen die Luftströmung zu rotieren und der 1852 erstmals beschriebene Magnus-Effekt tritt ein, benannt nach seinem Entdecker, dem deutschen Physiker und Chemiker Heinrich Gustav Magnus. Dabei reißt das Leder in jene Richtung Luft mit, in die es sich dreht.

Auf einer Hälfte des Balls trifft die mitgerissene Luft auf die entgegenströmende, sodass die Luftschichen abgebremst werden und Überdruck entsteht. Auf der entgegengesetzten Seite dreht sich der Fußball dagegen mit der vorbeiströmenden Luft. Hier fließen die Luftschichten deshalb ganz dicht am Ball schneller und es entsteht Unterdruck.

Das Leder weicht dem höheren Druck aus und folgt daher insgesamt einer gekurvten Flugbahn – Manni Kaltz' berühmte Bananenflanke. Dabei gilt: Je härter der Ball geschossen wurde, desto stärker lenkt ihn der Magnus-Effekt aus seiner Flugbahn. Der Trick funktioniert übrigens auch in anderen Sportarten, etwa beim Top Spin im Tischtennis.

Gegenströmungen im Ozean tragen dagegen dazu bei, dass sich mehrere Wellen übereinander schichten und zu Freak Waves auftürmen – etwa dann, wenn sie mit schnellen Sturmwellen zusammenstoßen.

Dass die Raubtierpopulation in einem Ökosystem ansteigt, ist dagegen auf eine Zunahme von Beutetieren zurückzuführen. Der so geannte Lotka-Volterra-Effekt beschreibt, wie die Zahl der Beutegreifer deshalb mit leichter Verzögerung erst zahlenmäßig ansteigt – bis sie wegen ihrer vermehrten Jagdaktivität nicht mehr ausreichend Nahrung finden und der Trend sich wieder umkehrt.

Die von den Verbrauchern wahrgenommene Preiserhöhung nach der Einführung des Euros war vermutlich gar keine, wie ein Bericht Bericht des Statistischen Bundesamtes zeigt. Tatsächlich blieb die Inflation in den vergangenen Jahren im Mittel stets stabil – der Euro ist also vor allem ein gefühlter "Teuro".

Was bewirkt der Magnus-Effekt?