Was brauchen Sekundenkleber zum Aushärten unbedingt?

a) Licht
b) Sauerstoff
c) Wasser
d) Wärme

Antwort:

Sekundenkleber kleben nur, wenn Wasser zur Verfügung steht.

Erklärung:

Allerdings reichen dazu schon geringste Wassermengen, wie sie in normaler Luftfeuchtigkeit enthalten sind. Lediglich in sehr trockener Luft kann es mitunter zu Problemen kommen - etwa an einem klaren Wintertag, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr gering ist.

Sekundenkleber gehören zu den so genannten Reaktionsklebstoffen. Diese Kleber entfalten ihre Eigenschaften also erst nach einer chemischen Reaktion. Im Fall des Sekundenklebers handelt es sich meist um Cyanacrylate, deren Polymerisation - die Bildung langkettiger Moleküle also - durch die Beimischung von Cyanacrylsäure verhindert wird.

Wird der Klebstoff auf einer Oberfläche aufgetragen, wirkt das Wasser in der Luft wie eine Base, neutralisiert die Säure und setzt die Reaktion der Polymerisation in Gang. Die langen Moleküle härten schließlich aus und verbinden die aufeinandergepressten Teile dauerhaft.

Aber Vorsicht: Da Sekundenkleber mit Wasser reagieren, vermögen sie auch Finger oder Augenlider zu verkleben! Sie können dann nur vom Arzt und mit Lösungsmitteln wieder getrennt werden.