Was für ein Edelstein kam 1988 für über 1,1 Mio. US-Dollar pro Gramm unter den Hammer?

a) Smaragd
b) Rubin
c) Diamant
d) Granat

Antwort:

Der Alan Caplan Rubin kam für 227 301 US-Dollar pro Karat oder über 1,1 Millionen US-Dollar pro Gramm unter den Hammer.

Erklärung:

Der Alan Caplan Rubin hatte einst dem Sultan von Brunei als Verlobungsring für eine seiner Frauen gedient. Am 18. Oktober 1988 kam er bei Sotheby's unter den Hammer und wurde für sage und schreibe 3 630 000 US-Dollar versteigert. Dabei wog der geschliffene Rubin nur 15,97 Karat, der Käufer musste also für jedes Karat genau 227 301 Dollar hinblättern. Und da ein Karat lediglich dem Gewicht eines 0,2 Gramm schweren Kernes des Johannisbrotbaums entspricht, war der kaum 3,2 Gramm wiegende Alan Caplan Rubin nicht einmal so groß wie ein Stück Würfelzucker.

Der Name "Rubin" hat seinen Ursprung im lateinischen ruber, dem Wort für die Farbe Rot. Chemisch gehört der Rubin, wie auch der Saphir, zu den Korunden und ist ein Aluminiumoxid. Die wichtigsten Lagerstätten liegen heute in Thailand, Sri Lanka und in Myanmar. Hier, in der Mogok-Provinz, werden die Rubine seit dem 15. Jahrhundert abgebaut. Im Jahr 1890 wurde hier mit 400 Karat oder 80 Gramm der größte aller bislang gefundenen Rubine zutage gefördert.
Rubin
© North Star Minerals
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernGE: Rubin
Mitunter enthalten die Edelsteine haardünne Nadeln des Minerals Rutil, welche das einfallende Licht in Gestalt eines sechsstrahligen Sterns widerspiegeln. Solche Sternrubine sind als Schmucksteine besonders begehrt.

Während 75 Prozent der jährlichen Produktion industrielle Verwendung finden und etwa zu Lagern in Uhren und wissenschaftlichen Geräten verarbeitet werden, sind Steine mit mehr als 0,2 Karat überaus selten. Sind sie dann auch noch frei von störenden Einschlüssen und strahlen in gleichmäßigem Ampelrot, erzielen sie Preise, die meist weit über denen gleich schwerer Diamanten liegen.