Was ist nicht auf den Erfinder der Bahlsen-Kekse zurückzuführen? Hermann Bahlsen ...

Katrin Gießelmann
a) kennzeichnete alle Produkte mit einer Hieroglyphe
b) taufte die Kekse nach Gottfried Willhelm Leibniz
c) führte das Wort "Keks" in Deutschland ein
d) gründete eine Stadt

Antwort:

Geplant, aber nie von Hermann Bahlsen in die Tat umgesetzt, wurde die Retortenstadt "TET-Stadt".

Erklärung:

Im Alter von 57 Jahren begann Hermann Bahlsen (1859-1919) mit der Planung einer Retortenstadt, der er den Namen TET-Stadt geben wollte. Diese sollte in Hannover erbaut werden und als Wohn- und Arbeitsstätte der Beschäftigten seiner Fabrik dienen. Alle Bauten wären gestalterisch an antiken ägyptischen Sakral- und Profanbauten orientiert gewesen – als Anlehnung an die ägyptische Hieroglyphe TET. Bahlsen plante aber nicht nur Fabrikgebäude für die Gebäckproduktion und Wohnhäuser für seine Mitarbeiter, die Stadt sollte auch kulturell etwas zu bieten haben. Die junge Grafikerin Martel Schwichtenberg hatte er für das Design vorgesehen, während der Architekt Bernhard Hoetger die Konstruktionen und die Entwürfe der Plastiken übernehmen sollte. Das Projekt blieb jedoch eine Idee und wurden nie in die Tat umgesetzt.

Bahlsen-Keksfabrik im Jugendstil in Hannover
© Axel Hindemith
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernBahlsen-Keksfabrik im Jugendstil in Hannover
Die im Jugendstil erbaute Bahlsen-Keksfabrik in Hannover


Erfolgreich war er dagegen mit seinen Keksen: In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts machte Bahlsen sich auf den Weg nach England. Dort lernte er die englischen Cakes kennen und wollte diese nach seiner Rückkehr auch in Deutschland an den Mann bringen. Er begann die Cakes, die er später zu Keksen eindeutschte, in großem Stil zu produzieren. 1911 wurde das Wort Keks als Übersetzung der englischen Cakes in den Duden aufgenommen.

Unter seinen Produkten befand sich auch der Leibnizkeks, den Bahlsen im Jahr 1891 auf den Markt brachte und nach dem Leipziger Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz benannte. Leibniz gilt heute als einer der letzten Universalgelehrten und lebte einige Jahre als Hofrat und Hofbibliothekar in Hannover, wo er auch begraben ist.

Das Markenzeichen, das auf allen Bahlsenverpackungen prangt, ist die ägyptische Hieroglyphe TET (ausgesprochen "dschet"). Sie löste 1903 das ursprüngliche Zeichen - ein springendes Pferd - ab. Die Idee dazu hatte der Museumsdirektor Friedrich Tewes von seiner Ägyptenreise mitgebracht. TET bedeutet so viel wie "ewiges Leben" und setzt sich aus einem Oval, einer Schlange, einem Halbmond und drei Punkten zusammen. Im Fall der Kekse soll die Hieroglyphe die lange Haltbarkeit symbolisieren.

Was ist nicht auf den Erfinder der Bahlsen-Kekse zurückzuführen? Hermann Bahlsen ...