Was misst man mit einem Aspirations-Psychrometer?

a) Nervenstärke
b) Schweißproduktion
c) Luftfeuchtigkeit

Antwort:

Mit dem Aspirations-Psychrometer wird die relative Luftfeuchtigkeit gemessen.

Erklärung:

Wenngleich ein eisig-kalter und sonnig-blauer Wintertag viel kälter ist, lässt er sich besser aushalten als ein grau-windiger Novembertag. Der Grund: Die "gefühlte Temperatur" hängt vor allem vom Wassergehalt der Luft ab. Je niedriger er ist, umso angenehmer der Tag.

Wieviel Wasser in der Luft gespeichert werden kann, hängt von der Temperatur ab. So kann warme Luft viel mehr Wasser aufnehmen als kalte - deshalb beschlagen kalte Oberflächen. Bei der relativen Luftfeuchtigkeit wird somit der tatsächliche Wassergehalt mit dem bei der Temperatur maximal möglichen Wassergehalt in Beziehung gesetzt und in Prozent ausgedrückt.

Diese relative Luftfeuchtigkeit lässt sich mit einem Psychrometer (psychro, griech. Präfix: Kälte) bestimmen. Das Gerät besteht aus zwei Thermometern, von denen eines mit einem feuchten Fließ umgeben ist. Mithilfe eines Ventilators - des so genannten Aspirators - wird Luft an beiden Thermometern vorbeigesaugt, die das feucht gehaltene Thermometer infolge der Verdunstung abkühlt.

Diese Temperaturdifferenz ist umso höher, je niedriger die relative Luftfeuchtigkeit ist – denn umso mehr Wasser kann die Luft aufnehmen. Herrschen also 100 Prozent relative Luftfeuchtigkeit, zeigen beide Thermometer die gleiche Temperatur an. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit niedriger, lässt sich ihr prozentualer Wert aus der Differenz beider Temperaturen ermitteln – und zwar rechnerisch mithilfe der Psychrometerformel oder grafisch aus der Psychrometertabelle.

Was misst man mit einem Aspirations-Psychrometer?