Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Lingua geographica"?

a) mittelalterliches Kartenwerk
b) tropisches Insekt
c) Veränderung der Zunge
d) Küstenvorsprung

Antwort:

Die "Lingua geographica" - oder auch Landkartenzunge - ist eine Veränderung der Zungenoberfläche.

Erklärung:

Der Name für diese vollkommen harmlose Erscheinung rührt daher, dass sich auf der Zunge rote, unregelmäßige Flecken bilden, die klar abgegrenzt sind und einen hellen Randsaum haben – und damit an eine Landkarte erinnern. Die Flecken scheinen zu wandern, da sie ständig ihre Form verändern.

Wodurch die Landkartenzunge ausgelöst wird, ist unbekannt. Klar ist jedoch, dass sie gesundheitlich unbedenklich ist und weder auf eine Pilzinfektion zurückgeht noch ein Krebsrisiko birgt. Manchmal klagen die Betroffenen über Schmerzen. Sie sind darauf zurückzuführen, dass in den roten Flecken die Schleimhaut der Zunge etwas dünner ist und sie daher empfindlicher auf Nahrungsreize wie stark saure oder salzige Speisen reagiert.

Eine Behandlungsmöglichkeit gibt es nicht, und nur bei einem Viertel der Betroffenen heilt die Veränderung von allein wieder aus. Eine Lingua geographica kann schon im Kindesalter auftreten und ein Leben lang anhalten, manchmal entwickelt sie sich aber auch erst in den späteren Lebensjahren. Die Angaben zur Häufigkeit dieser Erscheinung schwanken zwischen zwei und 15 Prozent der Bevölkerung.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Lingua geographica"?