Was zeigt das Bild?

Was zeigt das Bild?
© Kenneth Catania, Vanderbilt University
(Ausschnitt)
a) Chinesische Stein-Schildkröte
b) Neue Chamäleon-Art
c) Embryo eines Sternmulls
d) Frühes Modell von Gollum

Antwort:

Es handelt sich um den Embryo des Sternmulls (Condylura cristata).

Erklärung:

Das Bild zeigt die Frontalansicht eines Sternmull-Embryos. Oberhalb des Mundes befindet sich die komplette Nase – denn das, was man für die Augen halten könnte, sind in Wirklichkeit die Nasenlöcher des Tieres. Die Wülste, die ringförmig darum angelegt sind, lösen sich in einer späteren Entwicklungsphase des Embryos durch die Ausbildung einer trennenden Gewebeschicht bis auf eine Verbindung an ihrer Basis ab. Sie bilden dann die Tentakel, mit denen der Mull auf Beutefang in seinem unterirdischen Reich geht. Die 22 Fortsätze verfügen schließlich über 100 000 Nervenfasern, was sie zum bestentwickelten Tastorgan im Säugerreich machen.

Die Augen selbst befinden sich übrigens knapp rechts und links neben der Nase – zu erkennen an den kleinen schwarzen Punkten. Ebenfalls zu sehen sind die beiden Vorderfüße, aus denen sich später die großen Grabschaufeln herausbilden werden.
Embryonaler und ausgewachsener Sternmull
© Kenneth Catania, Vanderbilt University
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernEmbryonaler und ausgewachsener Sternmull
Der Sternmull ist ein Verwandter unserer mitteleuropäischen Maulwürfe und lebt in den Sümpfen Nordostamerikas, wo er sich auch zu gewissen Zeiten schwimmend fortbewegt. Daher zählt man ihn zur Gruppe der aquatischen Maulwürfe. Seine bevorzugte Nahrung sind Insektenlarven und Würmer, die er rasend schnell hinunterschlingen kann: Besonders fixe Exemplare benötigen nur 130 Millisekunden zwischen dem Finden einer potenziellen Beute, dem Erkennen ihrer Bekömmlichkeit und dem abschließenden Verzehr - kein Säugetier kann da mithalten.

Durch diese flinken Fressorgien vermag sich der Sternmull auch von kleineren Beutetieren als seine Konkurrenten Spitzmaus und gewöhnlicher Maulwurf zu ernähren, und das gibt ihm einen großen ökologischen Vorteil gegenüber anderen grabenden Insektenfressern.

Weitere Information finden Sie in unserem Artikel "Die Fressmaschine".
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