Welche einzigartigen Zeichungen hinterließ uns die Nasca-Kultur an der Küste im Süden Perus?

a) Geoglyphen
b) Hieroglyphen
c) Lithoglyphen
d) Mikroglyphen
e) Hydroglyphen

Antwort:

Die Nasca scharrten auf den flachen Küsten-Plateaus in Südperu eine Vielzahl geometrischer und figürlichen Zeichnungen in den Boden, die deshalb auch Geoglyphen heißen.

Erklärung:

Die Darstellungen, die teilweise Abmessungen von einigen Kilometern haben, verteilen sich über ein Areal von von einigen hundert Quadratkilometern. Das volle Ausmaß der Scharrbilder wird dabei erst aus der Luft richtig deutlich. Die Linien entstanden zwischen 400 vor und 600 nach Christus, indem die oberste vor allem aus Sand und kleinen Steinen bestehende Erdschicht freigelegt und so das weiße Alluvium sichtbar wurde.

Geoglyphen

Einige dieser Geoglyphen stellen offenbar reale Tiere und Pflanzen dar, andere wiederum scheinen lediglich fiktive Gestalten zu repräsentieren beziehungsweise sich aus geometrischen Figuren zusammenzusetzen. Über den genauen Sinn und Zweck der Linien ist wenig bekannt. Die Theorien reichen von astronomischen Kalendern über zeremonielle Bedeutung, der Kunst bis hin zum Kommunikationsmittel. (Auch übersinnliche Phänomene und esoterische Deutungen wurden ihnen bereits angedichtet.)

Da die Linien durch Mensch und Witterung gefährdet sind, steht ein großes Gebiet nahe der Stadt Nasca bereits seit 1994 unter dem Schutz der UNESCO.

Mehr zum Thema: Archäologisches Projekt Nasca-Palpa, Peru