Welche Farbe hat schwarzer Pfeffer bei der Ernte?

a) schwarz
b) grün
c) gelb
d) rot
e) weiß

Antwort:

Die richtige Antwort lautet: Schwarzer Pfeffer wird grün geerntet.

Erklärung:

Pfeffer ist einmalig: Nur dieses Gewürz wird in vier verschiedenen Farben gehandelt – je nach Behandlung sind die Körner schwarz, weiß, grün oder rot. Weißer Pfeffer schmeckt am schärfsten, grüner am mildesten. Doch die grünen, roten und schwarzen Körner sind aromatischer als die weißen. Das scharfe Prinzip des Pfeffers rührt von einer alkaloid-ähnlichen Verbindung namens Piperin her.

Im Grunde könnten alle vier Sorten von einer einzigen Pfefferpflanze produziert werden, wenn Erntezeitpunkt und Verarbeitung entsprechend gewählt werden. Schwarzer Pfeffer wird geerntet, wenn die Pfefferkörner noch unreif und grün sind. Sie müssen zum Erntezeitpunkt aber kurz vor der Reife stehen. Das erkennt man daran, dass sich die allerersten Früchte rötlich färben. Die meisten der Körner sind zu diesem Zeitpunkt allerdings grün und sollen es für schwarzen Pfeffer auch sein. Anschließend wird das Gewürz bei mäßiger Temperatur getrocknet und fermentiert dabei – auch heute noch ohne künstliche Beheizung.

Für weißen Pfeffer hingegen braucht es völlig reife, rote Früchte. Dazu muss die äußere Hülle entfernt werden, was meist durch einwöchiges Einweichen in fließendem Wasser geschieht. Anschließend wird der verbleibende Kern getrocknet und fermentiert. Grüner Pfeffer schließlich kommt schon lange vor der Reife in salzige oder saure Laken. Das verhindert die Fermentation. Auch reifer roter Pfeffer kann auf dieselbe Art behandelt werden und behält dann seine Farbe.

Wer schon dahin ging, wo der Pfeffer wächst, konnte die Farbe des beliebten Gewürzes zur Erntezeit vielleicht bereits begutachten. Ursprünglich stammen die rankenden Pflanzen aus Malabar, einer Region an der Westküste Südindiens im heutigen Bundesstaat Kerala. Dort wird Pfeffer (Piper nigrum) seit über zweitausend Jahren angebaut. Heutige Hauptanbaugebiete sind tropische Länder wie Indien, Indonesien, Brasilien, Malaysia, Sri Lanka und Vietnam. Indien und Indonesien fahren zusammen noch immer etwa die Hälfte der Welternte ein.