Welche Substanz wird für die Herstellung von Ägyptisch Blau nicht benötigt?

a) Kalk
b) Quarz
c) Chromsulfat
d) Kupferoxid
e) Soda

Antwort:

Der Zusatz von Chromsulfat ist unnötig.

Erklärung:

Ägyptisch Blau ist eines der frühesten synthetischen Pigmente: Die ersten Spuren fanden sich auf einer Scheintür in Sakkara, die nach 2600 vor Christus entstand. Die Herstellung des Farbstoffes wurde jedoch nur mündlich überliefert – in den Hieroglyphen finden sich keine Hinweise auf die Zusammensetzung. Erst kürzlich konnten Wissenschaftler anhand von Rohpigmenten und vielfarbigen Kunstwerken aus dem alten Ägypten die Synthese aufklären.

Demnach wird ein dosiertes Gemisch von pulverisiertem Kalk, Quarzsand und Kupferoxid mit Soda als Flussmittel mehrere Stunden lang auf 870 bis 1100 Grad Celsius erhitzt. Letztendlich entsteht dabei eine heterogene Masse aus kristallinem Calcium-Kupfer-Silicat – der Farbe –, einer amorphen Phase mit allen Brennrückständen sowie kristallinen Siliciumdioxid-haltigen Resten. Dabei entscheidet die Art des Erhitzens über den Farbton, der von blass- bis dunkelblau reichen kann. Später machten sich die Künstler außerdem zunutze, dass die Größe der gemahlenen Partikel ebenfalls die Helligkeit der Farbe beeinflusste.

Blau hatte im alten Ägypten eine herausragende Bedeutung: Es war der göttliche Atem, blaue Haare auf Sarkophagen sollte das Eingehen in die Unsterblichkeit verdeutlichen und Nofretete trägt – wohl nicht umsonst – eine blaue Krone.