Welcher gelöste Stoff findet sich am häufigsten in Bier?

a) Natrium
b) Calcium
c) Phosphor
d) Kalium
e) Chlorid

Antwort:

Kalium hat mit durchschnittlich 518 Milligramm pro Liter den höchsten Anteil gelöster Stoffe im deutschen Pils.

Erklärung:

Für die Mineralstoffe im Bier gilt: Das Malz macht's! Getreide - und vor allem Gerste - hat einen sehr hohen Kalium- und Phosphorgehalt. Deshalb sind deren Konzentrationen im Bier besonders hoch. Natrium und Calcium erhält das Bier vor allem aus dem Brauwasser. Durch die Verwendung von härterem oder weicherem Wasser kann der Bierbrauer den Natrium- und Calciumgehalt des Biers regulieren. Ob es schmeckt, ist wieder eine andere Frage.

Kalium spielt bei der elektrischen Reizausbreitung und beim Säure-Basen-Haushalt der Zellen eine Rolle. Zusätzlich gilt es als blutdrucksenkend. Wegen des hohen Kaliumgehalts bei niedriger Natriumkonzentration soll Bier bei Herz-Kreislauf-Beschwerden besonders bekömmlich sein.

Phosphor kommt nach Calcium als häufigstes Mineral im Körper vor. Es ist an nahezu allen Stoffwechselvorgängen beteiligt und wird wie Calcium auch als Baustein für Knochen und Zähne benötigt.

Chlorid ist ein wesentlicher Bestandteil der Salzsäure im Magen. Zusammen mit Natrium bindet es das Wasser im Körper und regelt so den Wasserhaushalt des Organismus. Wer aufgrund von Bluthochdruck oder einer Nierenerkrankung eine salzarme Diät halten muss, braucht deswegen nicht unbedingt auf ein Bier zu verzichten, da es wenig Natrium enthält und Kalium zusätzlich die Ausscheidung von Natrium begünstigt.