Welches Phänomen bannten Landschaftsmaler des 17. Jahrhunderts auf die Leinwand?

a) Kleine Eiszeit
b) Nordlichter
c) Sonnenfinsternis
d) Jahrtausend-
hochwasser

Antwort:

Die kleine Eiszeit

Die kleine Eiszeit begann Mitte des 16. Jahrhunderts und hatte Europa 300 Jahre lang im Griff. Die Temperaturen sanken, während sich die Niederschläge mehrten. Im Sommer verlor das Azorenhoch an Kraft, Ernten fielen dem Dauerregen zum Opfer und immer wieder kam es zu Hungersnöten. Im Winter herrschten lang andauernde Nordost-Winde und es wurde bitterkalt. Oft konnte man über die zugefrorene Ostsee von Lübeck nach Schweden gehen oder von Kopenhagen nach St. Petersburg.

Die rasche Verschlechterung des Klimas ist vermutlich Folge einer in dieser Zeit ungewöhnlich geringen Sonnenaktivität - und Beispiel dafür, wie rasch natürliche Ursachen zu Klimaschwankungen führen können. Sie hat ihre Spuren nicht nur in typischen Seesedimenten hinterlassen, sondern auch auf den Gemälden der Maler jener Zeit. Sie zeugen von vereisten Niederungen, Schlittschuhpartien, Stürmen und Regen. Je nachdem, ob die Werke in England, Holland oder Italien entstanden, lassen sich auf diese Weise bis heute die unterschiedlichen Auswirkungen der kleinen Eiszeit in Europa rekonstruieren.

Welches Phänomen bannten Landschaftsmaler des 17. Jahrhunderts auf die Leinwand?