Wer prägte den Begriff "Gen"?

a) Aristoteles
b) Charles Darwin
c) Gregor Mendel
d) Wilhelm Johannsen

Antwort:

Der Däne Wilhelm Johannsen (1857-1927) prägte den Begriff des "Gens" 1907 als rein formale genetische Einheit der Vererbung eines Merkmals von einer Generation auf die nächstfolgende.
Der Forscher führte Züchtungs- und Kreuzungsexperimente mit Bohnen durch und entwickelte aus den Ergebnissen unter anderem seine Theorie über Populationen und Reine Linien.
Seine Auffassung des "Gens" hielt sich jedoch nicht lang. Thomas Hunt Morgan konkretisierte den Begriff 1919 dahingehend, dass er unter "Genen" sehr kleine Abschnitte des DNA-Fadens verstand. Diese Auffassung hat sich bis heute in der Definition erhalten, wonach Gene die auf den Chromosomen gelegenen, aus DNA bestehenden Einheiten der Erbinformation sind.

Erklärung:

Aristoteles (384-322 v. Chr.) ging davon aus, dass sich die Keimzellen aus dem Blut entwickeln und verschmelzen. Dabei werden sowohl die väterlichen wie die mütterlichen Eigenschaften vererbt.

Charles Darwin (1809-1882) legte mit seinem Werk "On the origin of species" die Grundlagen der Abstammungslehre. Angeregt durch seine Weltumseglung auf der Beagle, bei der er unter anderem zahlreiche Fossilien fand, sowie dem wissenschaftlichen Austausch mit Alfred Russel Wallace postulierte er, dass Arten sich verändern und damit auch neue Arten entstehen können.

Gregor Johann Mendel (1822-1884) entdeckte durch Züchtungsversuche mit Erbsenpflanzen die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der Vererbung. Er erkannte bereits, dass ein bestimmtes Aussehen, wie beispielsweise die Blütenfarbe, nicht ein einheitliches Merkmal sein muss, sondern aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt sein kann, die sich im Erbgang trennen und anders verbinden können.

Wer prägte den Begriff "Gen"?