Wie hätte man einst einem hungrigen Tyrannosaurus rex entkommen können?

a) zu Fuß
b) mit dem Rad
c) mit dem Moped
d) mit dem Auto

Antwort:

Mit einem Moped hätte man schon ziemlich gute Chancen gehabt - na ja, und mit dem Auto natürlich auch.

Erklärung:

Eines steht fest: So rasend schnell wie die animierten Artgenossen auf der Leinwand war der echte Tyrannosaurus rex ganz sicher nicht - obschon auch die Trickfilmer sich auf wissenschaftliche Studien berufen können, nach denen der Raubsaurier angeblich bis zu 70 Kilometer pro Stunde schaffte.

Doch dies dürfte schlechterdings unmöglich gewesen sein, denn große Tiere brauchen - wenn sie schnell sein wollen - überproportional mehr Muskelmasse als kleine Tiere. Würde man etwa ein Huhn, das vom Körperbau her dem Tyrannosaurus einigermaßen ähnlich ist, einfach maßstäblich auf die Dimension des Sauriers vergrößern, bräche der flinke Renner unter dem eigenen Gewicht zusammen. Nur wenn das Geflügel zu 99 Prozent aus Beinmuskulatur bestünde, könnte es auch entsprechend schnell sein.
Lahmes Huhn
© Luis V. Rey's Art Gallery
(Ausschnitt)
 Bild vergrößernGE: Tyrannosaurus
Somit war auch die Wendigkeit des sechs Meter hohen, 15 Meter langen und zehn Tonnen schweren Reptils begrenzt. Wenn Tyrannosaurus rex 70 Sachen schaffen wollte, hätte er - das haben Forscher von der University of California in Berkeley ausgerechnet - zu 86 Prozent aus Beinmuskulatur bestehen müssen. Und das ist völlig unsinnig, wenn man bedenkt, dass im Tierreich selbst gute Läufer allenfalls zehn Prozent ihrer Körpermasse in Beinmuskeln investieren.

Kurzum: Tyrannosaurus rex war vielmehr ein lahmes Huhn und schaffte, wenn es hoch kommt, vielleicht einen Sprint von 30 bis 40 Kilometern pro Stunde - was allerdings allemal reichte, um sich an den noch trägeren, Pflanzen fressenden Giganten jener Zeit zu vergreifen.