Wie kam die Osterglocke zu ihrem Namen Narcissus?

a) griechische Sage
b) Brechwirkung der Zwiebel
c) betäubender Geruch
d) Herkunftsgebiet

Antwort:

Wie die Osterglocke oder Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) zu ihrem Gattungsnamen kam, darin sind sich selbst Botaniker nicht ganz einig. Die einen führen die Bezeichnung auf das griechische Wort "narkáein" zurück, das "gelähmt werden, betäuben" bedeutet und auf den starken Geruch der Pflanze verweist. Den anderen zufolge stand die griechische Sage um Narziss Pate für den Namen, in der sich ein Jüngling in sein eigenes Spiegelbild verliebt und in eine Blume verwandelt wird. Der Artnamen pseudonarcissus der Osterglocke zeigt, dass sie lange nicht für eine echte Narzisse gehalten wurde.

Erklärung:

Wilde Osterglocken kommen in Mitteleuropa in Mittelgebirgen und im Gebirge vor. Die 10 bis 40 Zentimeter Pflanzen mit graugrünen Blättern blühen von März bis Mai. Sie sind als gefährdet eingestuft. Die heutigen Gartenformen stammen hingegen überwiegend von Wildformen aus Asien oder dem Mittelmeerraum ab – wie der Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus).

Alle Pflanzenteile der wilden Osterglocke sind giftig. Die darin enthaltenen Alkaloide können Erbrechen, Durchfall, zentrale Lähmung und Kollaps auslösen, und der Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen. Früher wurde die Zwiebel in der Volksheilkunde als Brechmittel eingesetzt.
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(Ausschnitt)
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Wie kam die Osterglocke zu ihrem Namen Narcissus?