Wie schnell können Tsunamis, also die durch Erdbeben verursachten Meereswellen werden?

a) 8 km/h
b) 80 km/h
c) 800 km/h

Antwort:

Die so genannten Tsunamis erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 800 Kilometern pro Stunde.

Das japanische Wort Tsunami bedeutet eigentlich die "lange Hafenwelle" - ein überaus verharmlosender Begriff. Denn Tsunamis sind extrem hohe Wellen, die durch untermeerische Erdbeben oder Vulkanausbrüche ausgelöst werden. Da die Perioden dieser Wellen extrem lang sind, können sie auf hoher See kaum wahrgenommen werden. Ihre zerstörerische Kraft entfalten sie erst, wenn sie mit der Geschwindigkeit eines Passagierflugzeugs auf eine Küste zulaufen, immer steiler werden und leicht Höhen von 20 oder 30 Metern erreichen.

Tsunamis kommen meist ohne Vorwarnung. Nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Krakatau im Jahr 1883 starben 36 000 Menschen in den Fluten des nachfolgenden, sogar 40 Meter hohen Tsunamis. 1960 forderte ein Tsunami in Japan zahlreiche Menschenleben. Er war Folge eines Erdbebens vor der chilenischen Küste und hatte den ganzen Pazifik durchquert. Heute lokalisiert das Pacific Tsunami Warning Center schnellstmöglich alle untermeerischen Erdbeben und warnt alle Küstenländer. Dadurch können dann für die Evakuierung immerhin mehrere Stunden bleiben.