Wie wollen die Architekten in Taiwan das 508 Meter hohe Teipei-101-Hochhaus vor Wirbelstürmen schützen?

a) Bambusskelett
b) Stahlpendel
c) Windabweiser
d) Stahlseile

Antwort:

Im Inneren des Taipei-101-Hochhauses wird bei Sturm ein gigantisches Pendel die gefährlichen Schwingungen dämpfen.

Erklärung:

Das Taipei-101-Hochhaus in Taiwans Hauptstadt Taipeh wird mit seinen 101 Etagen oder alles in allem 508 Metern alle Gebäude der Erde überragen. Dabei sind die Umstände alles andere als günstig. So ist nicht nur der Untergrund so wenig tragfähig, dass die 2000 Bauarbeiter zunächst 550 Betonpfeiler 80 Meter tief in die Erde rammen mussten, auch wird Taipei 101 sicher manches Erdbeben aushalten müssen.

Besonders sorgenvoll waren die Planer jedoch angesichts der heftigen Wirbelstürme, die mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde gegen die Fassaden fegen werden. In den Büros würden immer wieder Fenster und Schreibtische knarzen und den Insassen Nerven aus Stahlseilen abfordern. Womöglich könnte ein besonders heftiger Sturm sogar den ganzen Wolkenkratzer zum Einsturz bringen.

Was sich die Ingenieure schließlich als Windschutz ausgedacht haben, sieht der Besucher, wenn er sich von dem schnellsten Aufzug der Welt ins Restaurant in der 88. Etage katapultieren lässt. Dort hängt dann, an acht Stahltrossen in der 92. Etage aufgehängt, eine riesige goldfarbene Kugel aus Stahl, die mit 730 Tonnen so viel wiegt wie 18 voll beladene Sattelschlepper.

Bläst ein kräftiger Sturm gegen das Gebäude, soll dieses Stahlpendel die Bewegungen dämpfen und verhindern, dass Taipei 101 in gefährliche Schwingungen gerät. Damit die Kugel selbst dabei nicht zur Abrissbirne wird, begrenzen mächtige Puffer ihren Ausschlag.