Wo kommt Silizium nicht vor?

a) Diatomeenerde
b) Bier
c) Tonabnehmernadel
d) Kugelblitz
e) Computerchips

Antwort:

Für die Tonabnehmernadel eines Schallplattenspielers werden Saphire oder Diamanten verwendet, die beide kein Silizium enthalten.

Erklärung:

Silizium – nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste – wurde bereits 1823 von dem schwedischen Naturforscher Jöns Berzelius (1779-1848) entdeckt. Das Halbmetall ist ein wahrer Verwandlungskünstler, der sich in natürlicher und synthetischer Form in den verschiedensten Dingen wiederfindet.

Kieselalgen oder Diatomeen besitzen einen schachtelförmigen Kieselsäurepanzer von unglaublicher Formenvielfalt. Die mächtigen Lager fossiler Kieselalgen – auch Diatomeenerde oder Kieselgur genannt – werden heute abgebaut und zu technischen Zwecken, wie beispielsweise als Filtermasse bei der Zuckerindustrie, bei der Herstellung von Getränken sowie zur Wasserreinigung, verwendet.

Silizium in Form von Kieselsäurehydrogel schönt das Bier und stabilisiert den Bierschaum – auch beim Reinheitsgebot wird wohl ein bisschen geschummelt.

Kugelblitze – extrem seltene Leuchterscheinungen – haben die Fantasie der Forscher immer wieder aufs Neue beflügelt: Klein wie Golfbälle oder so groß wie ein Fußball tauchen sie plötzlich aus dem Nichts auf, um nach 15 bis 20 Sekunden wieder spurlos zu verschwinden. Der neuseeländische Wissenschaftler John Abrahamson ist der Meinung, dass Kugelblitze aus winzigen Silizium-Sphären bestehen, die sich zu einer Kugel zusammenfinden. Sie beginnen zu glühen, wenn reines Silizium mit Luftsauerstoff reagiert. Initiator des Spektakels der glühenden Silizium-Bälle ist ein ganz normaler Blitz, der in die Erde einschlägt.

Vielleicht am bekanntesten aber ist Silizium aus der modernen Elektronik: Hier bildet es die Grundlage jedes Computerchips – zumindest bis jetzt. Verkleinerung heißt das Zauberwort, und hier stoßen die seit den 1950er Jahren entwickelten Silizium-Chips zunehmend an ihre Grenzen.

Einzig und allein die Tonabnehmernadel eines Schallplattenspielers enthält kein Silizium. An ihrer Spitze befindet sich ein Diamant oder Saphir: Zwei echte Edelsteine – der eine aus reinem Kohlenstoff, der andere aus Aluminiumoxid –, die in der Lage sind, die in den vielen kleinen Rillen der schwarzen Scheibe verborgene Information in Musik zu übersetzen.

Wo kommt Silizium nicht vor?