Wo lassen sich Diamanten finden?

a) In Schwämmen
b) In Muscheln
c) In Seifen
d) In Kohle

Antwort:

Es gibt Diamantseifen.

Erklärung:

In Namibia gibt es sie: Strände, an denen die teure Seife frei Haus mitgeliefert wird – noch dazu von Mutter Natur. Doch wer hier ein wohlriechendes, waschaktives Stück Haushaltsseife erwartet, hat weit gefehlt. Zum Putzen dürfte die geologische Variante wenig taugen – besteht sie doch nicht, wie die gewöhnliche Seife, aus waschaktiven Substanzen. Vielmehr reichern sich hier besonders harte und damit widerstandsfähige Minerale in Sanden oder Kiesen an, nachdem die Gesteine verwittert sind, in die sie zuvor eingebunden waren.

Das härteste natürliche Mineral ist ein Edelstein: der aus reinem Kohlenstoff bestehende Diamant. Da es extrem hoher Drucke bedarf, um ihn entstehen zu lassen – weit größer als für die Kohlebildung – kommt er auf natürliche Weise nur in Vulkanschloten vor, beispielsweise im Kimberlit. Verwittert dieses bläulichgrüne Tiefengestein, verändert es nicht nur seine Farbe, sondern entlässt auch die extrem verwitterungsbeständigen Diamantminerale aus seinem Gefüge. Wenn ankommende Wellen Material auf den Strand verfrachten, nimmt das zurückströmende Wasser die leichteren Körner wieder mit, während die harte Kost – eben die Diamanten – im Sand oder Kies zurückbleibt und sich dort in ungewöhnlich hohen Konzentrationen anreichert.

So finden sich an manchen Stränden in Namibia wirtschaftlich wichtige Lagerstätten: Die so genannten Diamantseifen. Auch in früheren Epochen der Erdgeschichte haben sich Seifen gebildet. Diese fossilen Varianten haben sich jedoch mittlerweile bereits durch komplizierte Vorgänge aus lockeren Sedimenten wieder in feste Gesteine verwandelt. Ein Beispiel sind die präkambrischen Goldseifen des Witwaterrandes in Südafrika.

Wo lassen sich Diamanten finden?