Woher haben die Waldorfschulen ihren Namen?

a) von einem Unternehmen
b) von einem Ort
c) von einer Person

Antwort:

Namensgeber war ein Unternehmen, das Anfang des letzten Jahrhunderts zu den "ganz Großen" zählte: Die "Waldorf Astoria Cigarettenfabrik", die heute unter dem Namen "Cigarettenfabrik Waldorf-Astoria GmbH, Hamburg" als winziger Bereich des Reemtsma-Konzerns firmiert. Der damalige Inhaber Emil Molt war begeistert von Rudolf Steiners Erkenntnissen und bat ihn im Jahr 1919, auf dieser Basis eine Schule für die Kinder der Fabrikarbeiter zu gründen.

Erklärung:

Manchmal werden die Waldorfschulen fälschlich "Walldorfschulen" geschrieben und mit dem badischen Ort Walldorf in Verbindung gebracht. Dieser hat zwar eine Waldschule, aber keine Waldorfschule. Bekannt ist er vor allem als Sitz der Firma SAP.

Als Person mit der Waldorfpädagogik am engsten verknüpft ist zweifelsohne Rudolf Steiner. Der Begründer der Anthroposophie wurde 1861 in Kraljevic (Kroatien) geboren und studierte an der Wiener Technischen Hochschule Mathematik und Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie und Geschichte. Er promovierte in Philosophie und arbeitete anschließend am Goethe-Schiller-Archiv in Weimar. 1897 veröffentlichte er "Goethes Weltanschauung". Seine – auch kritisch betrachtete – Anthroposophie übt nach wie vor teils großen Einfluss auf pädagogische Einrichtungen, ökologische Bewegungen und alternative Lebensweisen aus.
Steiner starb am 30. März 1925 in Dornach bei Basel.

Woher haben die Waldorfschulen ihren Namen?