Womit gelang es Alexander Fleming im Jahr 1922, das Wachstum von Bakterien zu hemmen?

a) Rotwein
b) Nasenschleim
c) Pilzextrakt
d) Petroleum

Antwort:

Die richtige Antwort lautet: Nasenschleim

Erklärung:

Der Bakteriologe Alexander Fleming war ein Mann, der jede Gelegenheit sofort für irgendein Experiment zu nutzen wusste. So auch im Jahr 1922, als er unter einer Erkältung leidend in seinem Labor arbeitete und einige Tropfen seines Nasenschleims auf eine Bakterienkultur fallen ließ. Schon wenige Tage später stellte er zu seiner Verblüffung fest, dass die Bakterien in der Umgebung des Sekrets abgetötet wurden.

Durch dieses Experiment entdeckte Fleming das Enzym Lysozym, das in der Lage ist, bakterielle Zellwände aufzulösen. Außerdem fand er heraus, dass es noch in anderen Körperflüssigkeiten vorkommt, weshalb ihm Tränen als Enzymquelle für seine weiteren Versuche dienten. Um einen entsprechenden Nachschub an Lysozym zu gewährleisten, half er der Tränenproduktion seiner zahlreichen freiwilligen Spender auch gerne mit ein paar Spritzern Zitronensaft auf die Sprünge. Flemings Hoffnungen zerschlugen sich allerdings schon bald wieder, als er feststellen musste, dass Lysozym gegen die meisten der für den Menschen gefährlichen Keime leider keine Wirkung zeigte.

Sechs Jahre später aber, im Jahr 1928, verhalf der Zufall dem unermüdlichen Forscher dann zur wichtigsten Entdeckung seines Lebens: Als er aus dem Urlaub in sein Labor zurückkehrte, fiel ihm beim Betrachten eines mittlerweile verschimmelten Nährbodens auf, dass auf einer ringförmigen Fläche um den Pilz herum keinerlei Bakterien mehr wuchsen. Die Extrakte des Schimmelpilzes Penicillium erwiesen sich später als hochwirksam und beim Menschen nicht toxisch.

Da sich Isolierung und Charakterisierung des Penicilin genannten Wirkstoffes als sehr schwierig gestalteten, konnte er erst 1941 seine Premiere als Medikament feiern, rettete aber in den letzten Jahren des Krieges noch unzähligen alliierten Soldaten das Leben. Vier Jahre später erhielt Fleming – zusammen mit zwei Kollegen – dafür den Nobelpreis für Physiologie und Medizin.

Auch wenn man Rotwein viele positive Eigenschaften nachsagt, gehört eine antibaktierielle Wirkung sicher nicht dazu. Anders sähe das aber bei einem Alkoholgehalt von über 15 Volumenprozent aus, denn da würden die Bakterienzellwände zerstört werden.

Ob Fleming auch Petroleum für seine Versuche verwendete, steht leider nicht in dessen Biographie.