Womit wollte die CIA einst Spione überwachen?

a) Hüttenkäse
b) Pheromone
c) Fliegenpilze
d) Karotin

Antwort:

Die CIA wollte dafür das Pheromon von Schaben einsetzen.

Erklärung:

Periplanon B heißt die Substanz, die auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges durch die Köpfe mancher CIA-Mitarbeiter waberte. Dabei handelt es sich um den Sexuallockstoff, mit dem die Weibchen der Amerikanischen Schabe (Periplaneta americana) ihre Lust auf Liebe signalisieren. Die Männchen fliegen derart auf dieses Pheromon, dass sie in eine mörderische Raserei geraten und sich im Gerangel gegenseitig zerfetzen.

Im US-amerikanischen Geheimdienst führte dies zu einem raffinierten Plan: Wenn Schabenmännchen so gut riechen können, dann müsste sich eine zu beobachtende Person – im Vorrübergehen mit einem winzigen Tropfen des Pheromons beträufelt – mithilfe eines Käfigs voller Schaben jederzeit auffinden lassen. Der beschattende Beamte könnte aus sicherer Entfernung beobachten, in welche Richtung es seine Schaben zieht.

Nach neun Monaten hatten die Beamten einige Milligramm des Periplanon B gewonnen und anschließend mit viel Aufwand analysiert – 75 000 Schabenweibchen mussten das mit ihrem Leben bezahlen –, als der Kalte Krieg zu Ende war. Das Schabenparfüm wurde wohl niemals eingesetzt.

Übrigens: Ob sich auch Hüttenkäse, Fliegenpilz oder Karotin für die Überwachung eignen, ist uns nicht bekannt. Welche Geschichten sich darum und natürlich auch ums Schabenparfüm ranken, können Sie in dem Buch von Joe Schwarcz: Meerjungfrauen, Schwarzlicht und andere optische Aufheller nachlesen.

Womit wollte die CIA einst Spione überwachen?