Woraus besteht Sicherheitstinte?

a) Eisengallus
b) Ruß
c) Blauholz
d) Teer

Antwort:

Ruß macht die Tinte unveränderlich und damit sicher.

Erklärung:

Neben Ruß enthalten Sicherheitstinten noch wässrige Schellacklösung. Letztere erhält man durch das Kochen von Schellack mit Natriumcarbonat oder Ammoniak in Wasser. Schriftzüge mit Sicherheitstinten sind nach dem Eintrocknen völlig unveränderlich: Salz- und Schwefelsäure, Eau de Javelle und andere Bleichmittel, Alkalien, Wasser und Alkohol, Licht und Luft verändern die damit hergestellte Schrift nicht. Der Rußgehalt macht solche Tinten aber etwas dick und schmierig, sodass sie nicht recht beliebt wurden. Rußhaltige Tinten gab es auch schon in antiker Zeit. Damals wurde jedoch ein gummihaltiges Lösungsmittel verwendet, das die Tinte abwaschbar machte. Ein Papyrus, der Sälzsäure trotzt, kann also niemals antik sein!

Blauholztinten sind seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland bekannt. Die Tinte wird aus dem Extrakt des Blauholzbaumes (Haematoxylum campechianum) und chromsauren Kali hergestellt. Blauholztinten sind gegenüber Säuren und Bleichmitteln weit weniger widerstandsfähig als die Sicherheitstinten.

Eisengallustinten sind wässrige Auszüge von pflanzlichen Gerbstoffen (wie Galläpfeln, Rosenblüten und -blättern, Eichenrinden oder Schlehen), welche an der Sonne zusammen mit eisenhaltigen Salzen und pflanzlichen Leimen eine sehr intensive – meist blau-schwarze – Farbe liefern. Gute Eisengallustinten fließen anfänglich gräulich und erreichen erst nach einigen Stunden, manchmal Tagen nach der Verarbeitung ihren tiefschwarzen Farbton durch Luft- und Lichtoxidation. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Lichtechtheit und eine fast unbegrenzte Lebensdauer aus. Die Schriftstücke müssen allerdings trocken lagern, da die Tinte sonst "rosten" kann.

Die letzte Gruppe der Tinten aus Teerfarbstoffen gibt es in verschiedenen Farben. Sie sind leicht auszubleichen und fließen beim Betupfen mit Salzsäure in den ursprünglichen Farben aus.

Woraus besteht Sicherheitstinte?