Die „Einführung in die geologischen Wissenschaften“ hat — man kann es sich fast denken — verschiedene geologische Disziplinen und deren Grundlagen zum Gegenstand. Zunächst lässt sie ein mosaikartiges Bild des Werdens und Vergehens der Gesteine entstehen: Prozesse im Inneren der Erde und an ihrer Oberfläche sorgen für die „Geburt“ ganzer Gebirge wie auch — im wahrsten Wortsinne — für deren Untergang. Denn nicht nur kleinste Staub- und Sandkörner, sondern auch Steine, Blöcke und sogar Berge befinden sich in steter Bewegung. Wenngleich für uns Menschen fast nicht wahrzunehmen: Unser Planet verändert laufend sein Gesicht! Das Buch richtet sich in erster Linie an Studienanfänger und Nebenfachstudenten in den klassischen Geowissenschaften. Es legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Disziplinen Mineralogie und Geophysik. Leider bleiben grundlegende Bereiche — Paläontologie und Stratigraphie etwa — sowie wichtige junge Disziplinen wie die Geoinformatik oder die Umweltgeologie fast gänzlich ausgespart. Dafür sind alle behandelten Inhalte sorgsam gegliedert und durch ihre Aufmachung (solide Abbildungen, im Text hervorgehobene Stichwörter usw.) durchweg gut verständlich. Vor allem die Exkurse zu Spezialthemen, die kompakten Zusammenfassungen und die ausführlichen Literaturangaben werden die Leser zu schätzen wissen. Ein großes Plus ist zudem das hervorragende Register, das nicht nur schätzungsweise 1.800 Stichwörter umfasst, sondern auch als deutsch-englisches Fachwörterbuch dienen kann. Das kann sich sehen lassen!