Der Inhalt des Bechers sieht ziemlich eklig aus: In der Flüssigkeit schwimmen Erdbrocken, kleine Blätter und Öltröpfchen. Aus so einer schwarzen Brühe soll wieder sauberes Wasser werden? Tropfen für Tropfen läuft sie durch verschiedene Filter und am Ende landet tatsächlich durchsichtiges Wasser im Glas – verblüffend, wie gut das funktioniert.

Filtration
© Spektrum der Wissenschaft / Fenja Schmidt
(Ausschnitt)
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Mit dem Experimentier-Set "Sauberes Wasser" kann man selbst ausprobieren, wie sich Wasser von Verschmutzungen und Mikroorganismen reinigen lässt: durch Verdampfen, mit Hilfe eines Filtersystems und durch Sonnenwärme. Drei Haupt-Experimente beschreibt die Anleitung ausführlich. Mit den Materialien kann man jedoch auch weitere Versuche durchführen. Diese alternativen Möglichkeiten werden ebenfalls im Begleitheft erklärt. So kann man zum Beispiel auch eine Entsalzungsanlage bauen.

Der Experimentierkasten ist empfohlen für Kinder ab acht Jahren. Die Versuche sind so gedacht, dass sie mit einem Erwachsenen zusammen durchgeführt werden sollten – nicht weil sie gefährlich wären, sondern damit der die Anleitung lesen und beim Zusammenbauen helfen kann. Manche Schritte sind nämlich ziemlich knifflig, zum Beispiel der Bau des Pasteurisierungs-Indikators. Da ist es gut, wenn jemand die Fummelarbeit übernimmt.

Kleinteile
© Spektrum der Wissenschaft / Fenja Schmidt
(Ausschnitt)
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Liest man vor dem Experiment die komplette Anleitung durch, dann kann eigentlich nicht viel schief gehen. Alle Schritte sind gut erklärt. Und falls es mal nicht klappen sollte, gibt es auch Vorschläge zur Problemlösung. Manchmal muss man ein bisschen tricksen – zum Beispiel klappt die Destillation besser, wenn der Trichter vorher gekühlt wurde. Für die meisten Experimente braucht man viel Geduld. Bei einer Wartezeit von bis zu zwei Stunden kann man aber auch zwischendurch etwas anderes machen und einfach immer wieder mal nachsehen.

Solar-Pasteurisierung
© Spektrum der Wissenschaft / Fenja Schmidt
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Die Ergebnisse der Experimente sind zwar nicht unbedingt spektakulär. Dafür sind sie sehr realistisch, denn die gezeigten Vorgänge spielen eine wichtige Rolle in unserem Alltag, etwa in Kläranlagen. Zusätzlich liefert die Anleitung interessante Erläuterungen zum Thema Wasseraufbereitung. Da verzeiht man ihr auch ein paar Schreib- und Kommafehler. Für dunkle Winterabende eignet sich das Set nicht so gut, weil für mehrere Experimente Sonnenschein benötigt wird. Den kann man zwar mit einer starken Lampe ersetzen, dann dauert es aber noch länger.

Fazit: Wer sich für Umweltthemen interessiert und selber ausprobieren will, wie man Wasser reinigen kann, wird mit dem Experimentier-Set Spaß haben. Man sollte allerdings ein bisschen Fingerfertigkeit und viel Geduld mitbringen.