Hinter der Gardine wartet die Hexe. Der Schatten ihrer krummen Nase tanzt über den Stoff, dann schwebt ihr Besen durch das Zimmer. Hinter den Vorhang gucken, sehen, da ist nichts: umsonst. Jeden Abend das gleiche Spiel.

Die Angst von Kindern – vor allem vor dem Alleinsein – ist ein sensibles Thema. Für Eltern und ihren Nachwuchs, aber auch diejenigen, die per Ausbildung Experten im Monsterverjagen sind, haben die Journalistin Angelika Bartram und der Pädagoge Jan-Uwe Rogge ein Buch geschrieben. "Kleine Helden" zeigt anhand von Kurzgeschichten, dass sich mit etwas Mut fast jedes Schreckgespenst verscheuchen lässt.

Das Autorengespann erzählt etwa die Geschichte von Ida, die sich vor Unwettern fürchtet, bis sie eines Tages den Gewitterdrachen Gundolf kennen lernt. Den Praxistest hat das Buch bereits bestanden: Mein fantasievoller Sohn, der häufig Monster in seinem Zimmer zu Gast hat, war von dem Taschenbuch sofort begeistert. Obwohl nur wenige Bilder für plastische Untermalung sorgen, lauschte er hingebungsvoll den Abenteuern vom Ritter Zitter, der Prinzessin Schlotterinchen und den anderen kleinen Helden. Seitdem sind keine Gespenster mehr aufgetaucht.