Experten sammelten in den letzten Jahren zahlreiche überraschende Erkenntnisse über den ausgestorbenen Urmenschen, seine Ernährung, seine Werkzeuge – und die alles entscheidende Frage: Warum musste der Neandertaler aussterben?

Entdeckt wurde der Neandertaler vor über 150 Jahren – im gleichnamigen "Neandertal" zwischen Mettmann und Erkrath. Die Fossilien von Homo neanderthalensis sollten schon bald das Bild des Menschen verändern.

Jetzt zeigen genetische Untersuchungen sogar, dass sich Mensch und Neandertaler mehrfach vermischt haben. Manche seiner Gene haben sich bis heute in uns erhalten – zumindest in allen Menschen nichtafrikanischer Herkunft. Offenbar brachten diese Gene uns einen Vorteil.

Eines der größten Rätsel bleibt aber nach wie vor die Intelligenz unseres eiszeitlichen Verwandten. Einige Forscher sind der Ansicht, dass der Neandertaler genauso intelligent und kunstsinnig war wie der moderne Mensch.

Doch diese Auffassung ist ebenso umstritten wie der Stammbaum des Neandertalers. Denn die DNA des Urmenschen zeigt, dass noch andere, bislang unbekannte Menschenarten im Spiel der Evolution mitmischten – so zum Beispiel der Denisova-Mensch.