Multiple Sklerose (MS) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die körpereigene Abwehr das Nervensystem angreift. Vor allem die Myelinscheiden, welche die Fortsätze der Neurone normalerweise schützend umhüllen, werden in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch leiten die Nervenzellen Signale immer langsamer weiter, bis der Informationsfluss schließlich völlig zusammenbricht. Die Folge sind Störungen des Seh- und Gleichgewichtssinns, Taubheitsgefühle oder Lähmungen. Was genau das Immunsystem dazu verleitet, die eigenen Zellen anzugreifen, lässt Forscher nach wie vor rätseln.