Nachhaltigkeit gilt vielen als Modewort, als Trend der letzten Jahre. Dabei ist das Konzept uralt: Schon Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Begriff in der Holzwirtschaft geprägt. Inzwischen hat sich bei vielen Verantwortlichen die Erkenntnis durchgesetzt, dass wir nur dann noch in der Zukunft unsere Ressourcen nutzen können, wenn wir sie nicht heute schon verbraucht oder zerstört haben. Wie, wann und auf wessen Kosten selbstgesteckte Nachhaltigkeitsziele erreicht werden, ist freilich Gegenstand heftiger Debatten.

Vor allem in der Energiebranche ist eine nachhaltige Wirtschaftsweise entscheidend. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windenergie, Erdwärme oder Biogas sollen im Zuge der "Energiewende" unsere ganz sicher nicht nachhaltige Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern. Denn zum einen wird uns auf absehbare Zeit der Nachschub an Kohle, Öl oder Gas ausgehen, zum anderen aus Gründen des Klimawandels. Das freigesetzte CO2 bedeutet eine erhebliche Belastung für das Klima – auch dies ein Ausdruck mangelnder Nachhaltigkeit, denn zu den Ressourcen zählen keineswegs nur Materialien, wie Holz oder Erz, sondern auch die Ökosysteme. Umweltverträgliches Wirtschaften durch Recycling und Kreislaufwirtschaft schont diese Ressourcen, so dass auch künftige Generationen davon profitieren können.