Die Relativitätstheorie von Albert Einstein ist nicht nur einer der größten wissenschaftlichen Durchbrüche aller Zeiten. Sie ist auch eine ziemlich abstrakte Theorie, die viele Fragen aufwirft. Der bekannte Physikprofessor und Wissenschaftskommunikator Harald Lesch erläutert in diesem Clip aus der Reihe "Terra X Lesch & Co" des ZDF die Besonderheiten der einsteinschen Jahrhundertleistung. Zudem gibt er einen kurzen Überblick über die Entwicklung von Newtons Gravitationsgesetz bis hin zur entscheidenden Bestätigung der Relativitätstheorie durch den britischen Astronomen Arthur Stanley Eddington.

Genau genommen müsste es eigentlich "Relativitätstheorien" heißen, denn Einstein hat seine erste Theorie, die "Spezielle Relativitätstheorie" aus dem Jahr 1905, nach zehn weiteren Jahren schwierigster Arbeit zur zweiten, der "Allgemeinen Relativitätstheorie" ausgebaut. In der ersten Theorie ging es noch um die Ausbreitung von Licht und die Klärung mathematischer Fragen in den Fundamenten der klassischen Physik. Sie enthielt allerdings noch nicht die Gravitation. Mit der Allgemeinen Relativitätstheorie ersetzte Einstein schließlich Newtons Gravitationsgesetz durch eine ganz neue, geniale Idee, derzufolge Raum und Zeit nichts Unabhängiges mehr, sondern mit der Materie verknüpft sind: Denn schwere Körper krümmen Raum und Zeit. (Bewegte Massen können sogar Gravitationswellen auslösen, wie man kürzlich nachweisen konnte.)

Diese Zusammenhänge schildert Lesch gewohnt lehrreich, engagiert und kurzweilig. Er erklärt auch, an welchen Stellen sich Science-Fiction-Geschichten jenseits der Physik bewegen. So lässt sich beispielsweise Gravitation nicht abschirmen und eine negative Gravitationsladung gibt es nicht – Anti-Grav-Antriebe sind also rein fiktiv.

Das Video ist mit kurzen Animationen unterlegt, die die Ausführungen von Lesch passend untermalen, aber eher sparsam eingesetzt sind. Dennoch eine gute Einführung in die Relativitätstheorie, die Einsteigern willkommene Orientierung liefert.